30.09.2026 Missbräuchliche Verwendung von digitalen Zahlungsmethoden
Betrügerische Ticketshops locken mit günstigen Freizeitpark-Eintritten
Gefälschte Ticketshops für bekannte Freizeitparks wie den Europa-Park locken mit vergünstigten Eintrittskarten. Wer dort bestellt, steht am Ende ohne gültige Tickets da und sein Geld ist weg.
Die Betrugsmasche
Über Suchmaschinen, Online-Werbung oder soziale Medien gelangen Interessierte auf professionell gestaltete Webseiten, die den offiziellen Ticketshops bekannter Freizeitparks täuschend ähnlich sehen. Die im Beitrag gezeigte gefälschte Webseite bietet Tickets und Angebote für den Europa-Park und Rulantica an, darunter Tageskarten und kombinierte «Ride & Slide»-Tickets. Vermeintliche Rabatte von bis zu 25 Prozent sollen die Angebote besonders attraktiv machen.
Auch der weitere Bestellprozess ist einem echten Ticketshop nachempfunden. Es können die Anzahl der Personen und das gewünschte Besuchsdatum ausgewählt, Tickets in den Warenkorb gelegt und anschliessend die Bestellung fortgesetzt werden. Dadurch kann der Eindruck entstehen, man befinde sich auf der offiziellen Verkaufsplattform. Tatsächlich werden über solche Fake-Ticketshops jedoch keine gültigen Eintrittskarten erworben. Wer dort bezahlt, verliert sein Geld. Dabei kann es nicht beim vermeintlichen Ticketpreis bleiben. Je nach betrügerischer Webseite können mehrere Belastungen oder höhere Beträge abgebucht werden.
Weitere Variante
Neben gefälschten Ticketshops kursieren auch betrügerische oder irreführende Gewinnspiele mit angeblich kostenlosen Freizeitpark-Tickets. Dabei werden zunächst persönliche Daten abgefragt und anschliessend weitere Angebote präsentiert. Darunter befinden sich teilweise kostenpflichtige Abonnements, die bei einer entsprechenden Bestätigung abgeschlossen werden und zusätzliche Kosten verursachen können.
Was muss ich tun
- Leiten Sie verdächtige Ticketshop-URLs an Cybercrimepolice.ch weiter.
- Kaufen Sie Eintrittskarten nur über die offizielle Webseite des jeweiligen Freizeitparks oder über autorisierte Vertriebspartner.
- Geben Sie nie sensible Daten von sich preis, wenn Sie vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt haben.
- Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Unternehmen nachzufragen, um die Seriosität bzw. Legitimität zu klären.
Ich habe meine Daten preisgegeben
- Informieren Sie umgehend Ihr Finanzinstitut und lassen Sie die involvierten Bank-/Debitkarten sperren.
- Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.
- Falls Sie den Betrügern Ihre Adressdaten übermittelt haben, seien Sie in naher Zukunft wachsam, was ungewöhnliche Bestellungen oder Rechnungen in Ihrem Namen angeht, die Sie nicht in Auftrag gegeben haben.